Wer immer noch glaubt, das digitale Zeitalter wäre nur ein Hype, gehört bald zur aussterbenden Spezies.

Die Mobilisierung ist nicht nur eine gesellschaftliche (industrielle) Mutation oder ein Kurz-Zeit-Hype, nein, es handelt sich um eine disruptive Innovation, der schon Marktriesen wie Kodak oder Brockhaus weichen mussten! Und es kommt noch schlimmer – die Digitalisierung beschränkt sich nicht nur auf regionale Gebiete, sie ist weltweit und kann somit zum globalen Killer für jene werden, die sich nicht weiterentwickeln.

Sie glauben das immer noch nicht? Nein? Dann haben Sie auch noch nie mit Skype oder Face Time Ihre Familie und Freunde im Ausland angerufen, stimmt‘s? Selbst wenn dem so ist, privat können Sie natürlich immer noch entscheiden, mit der „Buschtrommel“ zu kommunizieren – Ihre Freunde sehen es Ihnen sicher nach, wenn Sie nicht am Laufenden sind. Geschäftlich sieht das allerdings anders aus – wer nicht in Echtzeit tickt, der wird schneller vom Markt verdrängt, als es ihm lieb sein dürfte.

Papier ist geduldig, die Digitalisierung jedoch nicht

Anders als früher haben wir keine Zeit mehr, uns über Jahrtausende weiterzuentwickeln – heute passiert das in Tagen, Minuten, Stunden und Sekunden.

Waren es 1993 noch 3%, standen 2007 bereits 94% der Informationen digital zur Verfügung. Bedenken Sie, wir schreiben das Jahr 2020 und leben in einer Ära, die Echtzeitarbeiten nicht nur ermöglicht, sondern erfordert.

Auch der „gemeine“ Neuzeitmensch erwartet von Smartphones und Co mehr als nur ein lustiges Gimmick – er erwartet einen echten Nutzen, nämlich den, vor allem sein berufliches Leben in bestimmten Prozessen zu vereinfachen.

Aber wie? Sicherlich kennen Sie die Aussage: Apps programmieren ist teuer, das ist total kompliziert und können nur Experten, da musst Du mindestens 100 TE investieren, das dauert Monate….

Irgendwie kommt uns das doch allen bekannt vor – auch über das Internet wurde früher so gesprochen und heute kann jeder „Dummie“ seine Webseite mit Hilfe von Baukästen selber bauen und man erntet höchstens noch ein müdes Lächeln, weil sich auch schon Nachbars Omi ihren eigenen Webshop für Stricksocken zusammengebaut hat.

Dasselbe passiert im Moment im mobilen Sektor. Denn auch hier kommt uns die rasante Evolution zugute. Hier ist nämliche ein deutlicher Trend zu erkennen: Weg von teuren Einzelentwicklungen, hin zu RMAD. Was das ist?

RMAD bedeutet: Rapid Mobile App Development, oder Wizard-Driven-Development. Schon wieder dieser Anglizismus, den kein Mensch wirklich versteht oder verstehen will.

Vereinfacht gesagt, erhält der Anwender einen Baukasten, der es im besten Falle (sgn. Zero Code) OHNE Programmierkenntnisse möglich macht, bestimmte Prozesse und Vorlagen für mobile Geräte verfügbar zu machen – und das ganze ohne Expertenwissen, ohne Programmieren und in Minuten. Der Trend geht zudem zur Einmal-App oder Wegwerf-App, eben ganz einfach, günstig und für perfekt für den jeweiligen Zweck – das geht nur mit Baukasten-Tools.

Viele denken jetzt an mobile Webseiten und sonstiges „Marketing-Gedöns“ – davon gibt es natürlich auch einige. Aber es geht nicht immer nur um Werbung und Geld ausgeben, es geht um mobile Datensammlung und Geld einsparen, gerade in Zeiten der Big Data Ströme.

Nehmen wir mal das Handwerk: Kürzlich in einem Artikel gesehen: Ein Tablet muss Bestandteil eines jeden Werkzeugkoffers sein, genauso wichtig, wie Hammer und Säge.

Wir wissen – so gut wie jeder Handwerker verwendet auf Baustellen schon sein Smartphone/Tablet um Fotos zu schießen, die Problemstellen dokumentieren oder ähnliches. Allerdings muss er im Anschluss immer noch ins Büro fahren, seine Fotos runterladen, diese dann mit dem erst zu digitalisierenden Regiezettel verknüpfen und den Arbeitszeitnachweis separat mit Papier erfassen. Das ist Zeit, die kein Kunde bezahlt.